TK mit Beagle Micky

 

 

Tierkommunikation mit Micky, Beagle 1 Jahr/unkastriert

Micky kommt direkt zu mir an meinen Ort, als ich ihn rufe. Er rennt voller Elan über die Wiese auf mich zu und kommt bis zu dem Baum unter dem ich stehe. Er freut sich wie verrückt. Springt an mir hoch und wirft mich dabei fast um. Als ich in die Hocke gehe, versucht er mir ständig das Gesicht abzulecken. Micky ist so aufgeregt was jetzt passiert, dass er kaum ruhig zu bekommen ist. Er ist voller Vorfreude auf unser gemeinsames Gespräch. Wir machen es uns zusammen unter dem Baum gemütlich. Er schaut mich mit seinem aufmerksamen Augen ganz gespannt an.

Charakter/Essenz: Micky ist ein sehr neugieriger und aufgeweckter Beagle-Mann. Ein wahres Powerpaket, der draußen schwer zur Ruhe zu bringen ist. Micky ist ein großer Entdecker. Er will immer überall dabei sein und alles mitbekommen, am liebsten als Erster. Er ist ein richtig lustiges Kerlchen (Clown) mit einem großen Herzen. Ist den Menschen normalerweise sehr zugewandt. Es sein denn, diese tragen dunkle Kleidung, eventuell noch eine Mütze und tragen einen Schirm bei sich. Diese Menschen verunsichern ihn dann sehr und er weicht ihnen aus. Sie sind im suspekt. Nach außen macht Micky in den meisten Fällen einen selbstbewussten Eindruck. Innerlich ist er sehr sensibel und auch in manchen Situationen unsicher (draußen wie drinnen).

 

Wie geht es dir?

Ich frage Micky, ob es für ihn in Ordnung ist, wenn ich mich einmal in seinen Körper einfühle. Er willigt gerne dazu ein.

Bodyscan: sehr vitales Körpergefühl – das einzige was mir aktuell auffällt ist ein Jucken/Brennen vermehrt im linken Auge. Dieses Auge ist wohl ab und an einmal entzündet.

Fühlst du dich bei deiner Familie wohl?

Ich mag meine Menschen sehr. Bei ihnen ist es so toll. Sie lesen mir alle meine Wünsche von den Augen ab. Ich brauche nur lieb zu schauen, dann bekomme ich es ;-). Alles dreht sich um mich, ich bin hier sehr wichtig.

Ich bekomme den Eindruck von Micky, dass er überzeugt davon ist, der Chef in seinem Rudel zu sein. Er ist der Meinung, er hat das Sagen im Haus. Das merkt man auch in seiner Sturheit, wenn etwas nicht nach seinem Kopf/Willen passiert. Er vermittelt mir, dass er dann durchaus einfach stehen bleibt oder sich hinsetzt und nicht mehr weiter geht.

Ich muss nur warten, irgendwann machen meine Menschen doch das was ich will.

Micky braucht aber mehr Konsequenz und Führung. Gerade wegen seiner Unsicherheit. Das gibt ihm letztendlich mehr Sicherheit. Er ist sehr empfänglich für Gefühle und Emotionen. Merkt direkt, wenn seine Menschen, vorallem das Frauchen draußen nervös werden. Dann ist er sofort der Meinung, es muss was schlimmes auf uns zu kommen.

Micky vermittelt mir den Eindruck, dass er als Welpe in bestimmten Situationen falsch konditioniert wurde. Also eher bestätigt wurde mit „Alles ist gut. Es passiert dir nichts schlimmes. Und dann noch in der für ihn bedrohlichen Situation gestreichelt.“

Was macht dir denn Angst Micky?

Micky hat vor allem Angst wenn Geschirr sehr laut klappert (meistens beim Aus- oder Einräumen) und Türen laut zuschlagen. Gewitter/Feuerwerk und wenn große Autos/LKW, die klappern oder Krach machen zu eng an ihm vorbeifahren, hält er auch nicht gut aus.

Was müsste passieren, dass du nicht mehr soviel Angst hast?

Micky braucht eine souveräne Führung in solchen Situationen. Ruhige und klare Zeichen ihm gegenüber. Draußen einfach unbeeindruckt an Gefahrenquellen in einem ausreichenden Abstand vorbei gehen und ihn ignorieren. Blick nach vorne und eine aufgerichtete Körperhaltung. Drinnen ignorieren und nicht auf ihn eingehen/beruhigen. So tun, als ob alles völlig normal ist.

Wieso ziehst du beim Gassi gehen immer so?

Ich ziehe so, weil es mir nicht schnell genug vorwärts geht. Ich will immer weiter laufen. Draußen ist alles so spannend. Es riecht überall so gut. Diese unterschiedlichen Gerüche machen mich so verrückt. Ich bin dann immer so aufgeregt. Ich möchte Abenteuer erleben. Meine Menschen lassen mich aber nicht, dass frustiert mich. Ich bin doch ein junger Hund. Ich möchte Aktion.

Micky teilt mir mit, dass er immer an der Leine laufen muss. Seine Menschen unternehmen beim Gassi auch nicht viel mit ihm zusammen. Er darf einfach vorne sein eigenes Ding machen. Was sich in Ziehen äußert und er sich seine Beschäftigung alleine sucht. Er nimmt seine Menschen draußen nicht als Teil des Rudels war. Sondern eher als „Spaßbremse“.
Im Wald soll ich nur auf dem Weg laufen. Das ist sowas von langweilig. Ich will auch abseits des Weges schnuffeln gehen und vorallem mal was zusammen mit meinen Menschen erleben.

Sobald er vom Weg ab schnuffeln möchte, wird er direkt zurück gerufen.

Was muss passieren, dass du nicht mehr so ziehst Micky?

Meine Menschen müssen für mich draußen wichtiger werden. Sie sind so oft nur mit sich selbst beschäftigt. Es wird geredet und ihre Gedanken sind überall nur nicht bei mir.

Er möchte mehr Interaktion. Zusammen was erleben (Suchspiele, Abseits vom Weg laufen dürfen, quer durch den Wald gehen, Baumstamm balancieren etc.).

Möchtest du noch etwas erzählen?

Als Welpe hat er wohl gerne mal Möbel angeknabbert, vorallem die Knäufe von Schubladen.

Er liebt Ball- und Zerrspiele mit Herrchen. Da dreht er immer richtig auf. Was aber für seine eh schon sehr vorhandene Hippeligkeit nicht gerade förderlich ist. Aber „die Dosis macht das Gift“.

Draußen spielt er gerne auf einer großen Wiese mit seinen Kumpels. Er zeigt mir einen braun-weißen Hund (Labrador, etwas wuschelig) den er sehr mag. Mit seinen Freunden rennt er gerne und tobt ausgelassen. Da kann er endlich mal seine Energie ablassen.

Micky ist ein großer Fan von Leckerlis. Dafür würde er alles stehen und liegen lassen. Lieblingsleckeris Käse- und Fleischwurstwürfel.

Er liegt sehr gerne auf der Couch und lässt sich dort mit Vorliebe den Bauch kraulen. Wobei kraulen allgemein sehr toll ist.

Micky zeigt mir wie er im Wohnzimmer ausgestreckt auf den Platten liegt. Vorderbeine nach vorne und die Hinterbeine komplett nach hinten ausgestreckt.
Er liebt Spielzeug über alles. Micky zeigt mir etwas gelbes was quietscht.

Micky hat aber auch eine sehr gute Nase, schnüffelt gerne. Hier könnte man ihn prima mit Kopfarbeit auslasten drinnen wie draußen (Dummytraining, Leckerlifährte etc.). Dies sind alles gemeinsame Unternehmungen, die er in Ruhe ausführen muss. Es wird dabei gleich noch der Grundgehorsam mit geschult. Die Bindung zwischen Micky und seinen Menschen wird enger.

Micky ist nicht gerne alleine. Das liegt aber vorallem daran, dass er normalerweise überall mit hin darf. Dazu kommt aber noch, dass er meint er wäre der Chef. Und ein Chef bleibt eben nicht alleine zu Hause, während die Untertanen Ausgang haben. Wenn seine Menschen nach Hause kommen, freut er sich über alles und macht ware Freudensprünge. Als Welpe hat er dann auch mal vor lauter Freude Pippi laufen lassen. Hier wäre es auch sinnvoll Micky beim nach Hause kommen zuerst komplett zu ignorieren. Er hat eine zu große Erwartungshaltung. Das Gleiche gilt für Spiele oder Streicheleinheiten, die Micky bestimmt. Erst wenn ihr das möchtet, wird er gekrault oder bespasst – vorher nicht. Somit wird langsam aber stetig eine richtige Rangfolge geschaffen. Sehr wichtig, gerade mit seiner beginnenden Pubertät.

Möchtest du deinen Menschen noch etwas sagen?

Ich liebe meine Menschen über alles. Dabei kommt eine sehr tiefe Herzwärme von Micky rüber.

Meine Menschen sollen mir bitte mehr zutrauen und mich nicht immer so in Watte packen. Sie brauchen keine Angst haben, mir passiert schon nichts. Ich bin doch ein großer Junge!

Ich möchte mehr erleben dürfen, am liebsten natürlich zusammen mit meinen Menschen. Ich möchte einmal richtig Hund sein.

Abschließend richte ich Micky noch aus, dass seine Menschen ihn auch sehr lieben und er keine Angst haben muss, wenn er alleine ist. Seine Augen beginnen zu strahlen und er sitzt mit stolz geschwollener Brust bei mir.

Wir verabschieden uns voneinander und ich wünsche Micky ein tolles und spannendes weiteres Leben bei seinen Menschen.